Aktuell erschienen: Handbuch Moderation

„Aus meiner Sicht ist das Handbuch einzigartig in seiner Aktualität und im Umfang der behandelten innovativen Moderationsmethoden und der versammelten Fachexpertise der Autoren. Es gehört ins Bücherregal aller Berater, Personalentwickler und in der Aus- und Weiterbildung tätigen oder Projektleiter und Führungskräfte, die den Anspruch haben, Moderationsmethoden professionell anzuwenden.“
Prof. Dr. Siegfried Greif, Herausgeber der Reihe >Innovatives Management<

Erschienen im Hogrefe Verlag.

Gibt es auch als e-book.

Zukunftstudie 2020 u. A. im Zeichen der Kooperation

Die Post hat eine Delphi-Studie beauftragt und stellt das Ergebnis im Internet zur Verfügung. Die Studie regt zu interessanten Gedanken an.
Vor allem wird hiermit auch aufgezeigt, wie wichtig es ist, sich auch mit der längerfristigen Entwicklung zu beschäftigen. Die Welt bleibt nicht in der Krise stehen. Auch jetzt, oder gerade jetzt sind die Weichen für die Zukunft (was sind schon 10 Jahre) zu stellen. Das ein entsprechender Willensbildungsprozess noch andere Aspekte berücksichten sollte, steht außer Frage.

http://www.dp-dhl.de/de/logistik_populaer/trends/delphi_studie.html

Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation.

Von kritischer Bedeutung sind Prozesse der Kommunikation und Interaktion, Prozesse der diskursiven Aushandlung von Wirklichkeit. Diese Prozesse bilden gewissermaßen Plattform und Vermittlungsmedium zwischen dem Bewusstsein der beteiligten Akteure und dem organisationalen (bzw. gesellschaftlichen) Kontext, an dem sie durch ihr Reden und Handeln gestaltend teilhaben. (Rüegg-Stürm, J.: Organisation und organisationaler Wandel, 2003)

Die Art und Weise, wie Diskurse in Veränderungsprozessen stattfinden, prägt bereits das Ergebnis dieser Kommunikation und ist entscheidend für Erfolg oder Misserfolg. Dies betrifft nicht nur die Diskursführung zum Thema durch die Beteiligten, sondern die Integration in den gesamten Veränderungs- / Entwicklungsprozess. Es geht um Prozesskompetenz auf der Mikro- und Makroebene. (TB)

Wissen und Nicht-Wissen

Sophokles: Antigone: Kreon spricht zu seinem Sohn Haimon

Kreon — Wenn ich schon im eignen Haus
Zuchtloses fördre, wagt sichs draußen dreist hervor.
Wer sich im Kreis des Häuslichen als fester Mann
bewährt, der zeigt sich auch im Staate stets gerecht.
Solch einem Manne trau ich es wohl zu, dass er
gut herrschen kann und sich auch gern der Herrschaft fügt;
Wer sich empört und vergewaltigt das Gesetz
und meint, dass er den Führenden befehlen darf,
dem wird von meiner Seite niemals Lob zuteil.
Wen auch die Führung einsetze, man gehorche ihm
im Kleinen selbst, seis Recht, sei es das Gegenteil!
Der Übel größtes ist die Zügellosigkeit:
Sie rottet die Staaten aus, Siedlungen wandelt sie
in Wüsten; doch wo Gehorsam herrscht,
da gibt er allen Menschen Halt.
Drum gilts zu schützen, was der Ordnung dient.

Haimon Ja, Vater, von den Gaben, die uns Gott
geschenkt, ist wohl Besonnenheit die schönste.
Ich wüsste und vermöcht auch nicht zu sagen,
dass du mit alledem nicht recht gesprochen,
und dennoch könnt ein andrer anders denken.
So sei doch nicht der einen Ansicht nur,
bloß deine Meinung und sonst nichts sei richtig.
Denn wer sich selbst allein für weise hält,
für klug und für begabt und stark im Wort,
der wird doch bald als hohl erkannt.
Es schändet nämlich auch den Weisen nicht,
noch viel zu lernen, nichts zu überspannen.

Kreon Von diesem jungen Menschen da soll ich
in meinem Alter noch Vernunft annehmen?
Und Ungehorsam ehren, nennst Du gut?
Ja, soll die Stadt denn meine Herrschaft regeln?

Haimon Siehst du, du redest wie ein rechter Jüngling.

Kreon Für wen denn als für mich soll ich regieren?

Haimon Staat ist das nicht, was eines Mannes ist.