Allianz der Willigen

Aktueller Beitrag von Rasmus C. Beck und Thomas Barth in der Zeitschrift für Organisationsentwicklung (2/2017):

Regionalentwicklung musste schon immer Akteure mit unterschiedlichen Interessen unter einen Hut bringen. Die digitale Transformation erhebt Anforderungen, die nur gemeinsam und unter Nutzung der jeweiligen Stärken bewältigt werden können. So manifestiert sich die Notwendigkeit einer moderierenden Rolle, die unter Wahrung der Differenz gemeinsame Ziele und koordiniertes Handeln ermöglicht. (Copyright: Handelsblatt Fachmedien GmbH, www.zoe-online.org)

Leseprobe

Kostenlose Heftbestellung bis zum 23.06.2017 möglich (auf Fristen ist bitte selbständig zu achten): http://shop.zoe-online.org/gratis-paket/0450/

Metainnovation

„Die Logik von Problemhandhabung, Zusammenarbeit und Führung bzw. die bis dahin gelebten Interaktionsformen können dem Umbau des bisherigen Geschäftsmodells, d.h. der Erneuerung von Geschäftslogik und Prozesslogiken grundlegend entgegenstehen. Parallel zum Geschäftsmodell müssen deshalb meistens auch die Logiken von Problemhandhabung  sowie Zusammenarbeit und Führung umgebaut werden. Den Umbau von Aufbaustruktur, Prozesslogiken und Logik von Problemhandhabung miteinander in Einklang zu bringen, gehört zu den schwierigsten Herausforderungen des Managements von Wandel.“

(Rüegg-Stürm, J. (2003): Organisation und organisationaler Wandel, S. 308)

Sich diesen Zusammenhängen zu stellen, ist schon selbst eine Herausforderung im Sinne des Wandels. Gerade aktuelle Diskussionen wie z. B. über „Digitalisierung“, „Industrie 4.0“, „Innovation“, „Agilität“, „Disruptivität“ müssen diese Herausforderung als zentralen Punkt begreifen (TB).

Aktuell erschienen: Handbuch Moderation

„Aus meiner Sicht ist das Handbuch einzigartig in seiner Aktualität und im Umfang der behandelten innovativen Moderationsmethoden und der versammelten Fachexpertise der Autoren. Es gehört ins Bücherregal aller Berater, Personalentwickler und in der Aus- und Weiterbildung tätigen oder Projektleiter und Führungskräfte, die den Anspruch haben, Moderationsmethoden professionell anzuwenden.“
Prof. Dr. Siegfried Greif, Herausgeber der Reihe >Innovatives Management<

Erschienen im Hogrefe Verlag.

Gibt es auch als e-book.

Handbuch Moderation erscheint Anfang 2014

Cover_modHB

Handbuch Moderation

Konzepte, Anwendungen und Entwicklungen

Hrsg. von J. Freimuth , T. Barth
Reihe: Innovatives Management
In Vorbereitung

ISBN: 978-3-8017-2375-0

2014, 486 S., gebunden

Produktbeschreibung

Moderierte Prozesse und Gesprächsführung, Workshops oder moderatorische Rollen in Führung oder Projektmanagement sind heute so selbstverständlich geworden, dass niemand mehr nach den Ursprüngen oder Hintergründen fragt. Darüber hinaus haben sich Moderationsverfahren seit Jahren weiterentwickelt und es erschließen sich immer neue Themenfelder, in denen moderiert Einigungsprozesse gestaltet werden. In diesem Handbuch wird gezeigt, was professionelle Moderation leisten kann, welche Anwendungsfelder sich entwickelt haben und wo sich künftig Einsatzmöglichkeiten abzeichnen. Im ersten Teil des Handbuchs werden die konzeptionellen Grundlagen von professioneller Moderation reflektiert. Der folgende Abschnitt widmet sich Instrumenten, Methoden und Formaten der Moderation. Im Abschnitt Moderation, Führung und Wandel stehen Veränderungen in Organisationen und Anforderungen an eine entsprechende Führungskultur im Vordergrund. Der letzte Abschnitt des Handbuchs widmet sich Anwendungen und Entwicklungen der Moderation, die über den ursprünglichen Fokus hinausgehen und auf Anforderungen der postindustriellen Gesellschaft und der globalen Ökonomie reagieren. Die Vielschichtigkeit der in diesem Handbuch versammelten Beiträge sowie die Unterschiedlichkeit der Anwendungen und Formate zeigt, dass die Idee der Moderation bis heute nichts an gestalterischer Kraft eingebüßt hat.

Erscheint im Hogrefe Verlag.

Wissen und Nicht-Wissen

Sophokles: Antigone: Kreon spricht zu seinem Sohn Haimon

Kreon — Wenn ich schon im eignen Haus
Zuchtloses fördre, wagt sichs draußen dreist hervor.
Wer sich im Kreis des Häuslichen als fester Mann
bewährt, der zeigt sich auch im Staate stets gerecht.
Solch einem Manne trau ich es wohl zu, dass er
gut herrschen kann und sich auch gern der Herrschaft fügt;
Wer sich empört und vergewaltigt das Gesetz
und meint, dass er den Führenden befehlen darf,
dem wird von meiner Seite niemals Lob zuteil.
Wen auch die Führung einsetze, man gehorche ihm
im Kleinen selbst, seis Recht, sei es das Gegenteil!
Der Übel größtes ist die Zügellosigkeit:
Sie rottet die Staaten aus, Siedlungen wandelt sie
in Wüsten; doch wo Gehorsam herrscht,
da gibt er allen Menschen Halt.
Drum gilts zu schützen, was der Ordnung dient.

Haimon Ja, Vater, von den Gaben, die uns Gott
geschenkt, ist wohl Besonnenheit die schönste.
Ich wüsste und vermöcht auch nicht zu sagen,
dass du mit alledem nicht recht gesprochen,
und dennoch könnt ein andrer anders denken.
So sei doch nicht der einen Ansicht nur,
bloß deine Meinung und sonst nichts sei richtig.
Denn wer sich selbst allein für weise hält,
für klug und für begabt und stark im Wort,
der wird doch bald als hohl erkannt.
Es schändet nämlich auch den Weisen nicht,
noch viel zu lernen, nichts zu überspannen.

Kreon Von diesem jungen Menschen da soll ich
in meinem Alter noch Vernunft annehmen?
Und Ungehorsam ehren, nennst Du gut?
Ja, soll die Stadt denn meine Herrschaft regeln?

Haimon Siehst du, du redest wie ein rechter Jüngling.

Kreon Für wen denn als für mich soll ich regieren?

Haimon Staat ist das nicht, was eines Mannes ist.