Warum Unternehmen sich selbst immer wieder er-finden müssen

Wir Menschen suchen häufig einfache Antworten auf komplexe Fragen. Dass es schön wäre, Organisationsmodelle zu haben, die mit wenig Aufwand für ein Unternehmen anwendbar wären, steht außer Frage. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt. In der aktuellen Epoche hat sich dies kaum verändert. Formeln, wie VUCA (volatile, uncertain, complex, ambiguous) werden schnell adaptiert, ebenso wie agile Konzepte. Die Erkenntnisse nach der Einführung mehren sich: ganz so einfach funktioniert ein Wandel immer noch nicht. Tiefergehende oder auch weitergehende Entwicklungen fallen meist noch schwer. Der nötige Kompetenzzuwachs in Organisationen ist anscheinend noch nicht ausgeprägt genug. Hierbei geht es im Grunde um die Entwicklung einer „organisationalen Veränderungsprozesskompetenz“. Diese Entwicklung ist möglich, verlangt jedoch einen langen Atem bei allen Beteiligten. Lösungsentwicklung ist das Eine, Durchhalten bzw. Aushalten der Realisierung ist das Andere. (TB)

Allianz der Willigen

Aktueller Beitrag von Rasmus C. Beck und Thomas Barth in der Zeitschrift für Organisationsentwicklung (2/2017):

Regionalentwicklung musste schon immer Akteure mit unterschiedlichen Interessen unter einen Hut bringen. Die digitale Transformation erhebt Anforderungen, die nur gemeinsam und unter Nutzung der jeweiligen Stärken bewältigt werden können. So manifestiert sich die Notwendigkeit einer moderierenden Rolle, die unter Wahrung der Differenz gemeinsame Ziele und koordiniertes Handeln ermöglicht. (Copyright: Handelsblatt Fachmedien GmbH, www.zoe-online.org)

Leseprobe

Kostenlose Heftbestellung bis zum 23.06.2017 möglich (auf Fristen ist bitte selbständig zu achten): http://shop.zoe-online.org/gratis-paket/0450/

Metainnovation

„Die Logik von Problemhandhabung, Zusammenarbeit und Führung bzw. die bis dahin gelebten Interaktionsformen können dem Umbau des bisherigen Geschäftsmodells, d.h. der Erneuerung von Geschäftslogik und Prozesslogiken grundlegend entgegenstehen. Parallel zum Geschäftsmodell müssen deshalb meistens auch die Logiken von Problemhandhabung  sowie Zusammenarbeit und Führung umgebaut werden. Den Umbau von Aufbaustruktur, Prozesslogiken und Logik von Problemhandhabung miteinander in Einklang zu bringen, gehört zu den schwierigsten Herausforderungen des Managements von Wandel.“

(Rüegg-Stürm, J. (2003): Organisation und organisationaler Wandel, S. 308)

Sich diesen Zusammenhängen zu stellen, ist schon selbst eine Herausforderung im Sinne des Wandels. Gerade aktuelle Diskussionen wie z. B. über „Digitalisierung“, „Industrie 4.0“, „Innovation“, „Agilität“, „Disruptivität“ müssen diese Herausforderung als zentralen Punkt begreifen (TB).

Logik der Angemessenheit

„Die Annahme vollständig (ökonomisch) rationaler Entscheidungen in Organisationen wurde schon früh in Frage gestellt. Sim (1997) betonte beispielsweise in seinem 1947 erschienenen Buch «Administrative Behaviour», dass Entscheidungsprozesse in Organisationen in der Praxis gegenüber der Theorie von diversen Einschränkungen geprägt sind: Die Akteure verfügen nicht über vollständige Informationen, und sie können vorhandene Informationen aus Zeit- und Kapazitätsmangel nicht umfassend verarbeiten. Akteure tendieren eher dazu, in praktischen Entscheidungsprozessen den Suchprozess dann abzuschliessen, wenn eine machbare und tragbare Alternative gefunden ist – auf die weitere Suche nach möglichen noch besseren Alternativen wird verzichtet. Daraus entstehen Entscheidungen, die nur beschränkt rational sind («bounded rationality»), und die eher eine Logik der Angemessenheit folgen, als der reinen ökonomischen Rationalität.“

(Aus: Rüegg-Stürm, J./Schedler, K. (Hg.) (2013): Multirationales Management, Haupt, S. 64)

Erstaunlich ist es schon, welche Erkenntnisse in Theorie und Praxis schon länger existieren und wie wenig sie zu Veränderungen von Entscheidungsprozessen zu führen scheinen (TB).

Aktuell erschienen: Handbuch Moderation

„Aus meiner Sicht ist das Handbuch einzigartig in seiner Aktualität und im Umfang der behandelten innovativen Moderationsmethoden und der versammelten Fachexpertise der Autoren. Es gehört ins Bücherregal aller Berater, Personalentwickler und in der Aus- und Weiterbildung tätigen oder Projektleiter und Führungskräfte, die den Anspruch haben, Moderationsmethoden professionell anzuwenden.“
Prof. Dr. Siegfried Greif, Herausgeber der Reihe >Innovatives Management<

Erschienen im Hogrefe Verlag.

Gibt es auch als e-book.

Handbuch Moderation erscheint Anfang 2014

Cover_modHB

Handbuch Moderation

Konzepte, Anwendungen und Entwicklungen

Hrsg. von J. Freimuth , T. Barth
Reihe: Innovatives Management
In Vorbereitung

ISBN: 978-3-8017-2375-0

2014, 486 S., gebunden

Produktbeschreibung

Moderierte Prozesse und Gesprächsführung, Workshops oder moderatorische Rollen in Führung oder Projektmanagement sind heute so selbstverständlich geworden, dass niemand mehr nach den Ursprüngen oder Hintergründen fragt. Darüber hinaus haben sich Moderationsverfahren seit Jahren weiterentwickelt und es erschließen sich immer neue Themenfelder, in denen moderiert Einigungsprozesse gestaltet werden. In diesem Handbuch wird gezeigt, was professionelle Moderation leisten kann, welche Anwendungsfelder sich entwickelt haben und wo sich künftig Einsatzmöglichkeiten abzeichnen. Im ersten Teil des Handbuchs werden die konzeptionellen Grundlagen von professioneller Moderation reflektiert. Der folgende Abschnitt widmet sich Instrumenten, Methoden und Formaten der Moderation. Im Abschnitt Moderation, Führung und Wandel stehen Veränderungen in Organisationen und Anforderungen an eine entsprechende Führungskultur im Vordergrund. Der letzte Abschnitt des Handbuchs widmet sich Anwendungen und Entwicklungen der Moderation, die über den ursprünglichen Fokus hinausgehen und auf Anforderungen der postindustriellen Gesellschaft und der globalen Ökonomie reagieren. Die Vielschichtigkeit der in diesem Handbuch versammelten Beiträge sowie die Unterschiedlichkeit der Anwendungen und Formate zeigt, dass die Idee der Moderation bis heute nichts an gestalterischer Kraft eingebüßt hat.

Erscheint im Hogrefe Verlag.

Integrativ beim Merger: ex ante und ex post

Die integrative Planung und Umsetzung von Mergern auf der Sach-, Struktur- und Kulturebene ist maßgeblich für deren Erfolg. Hierzu bieten wir hier unseren Kurzartikel zum Download. Die Aufmerksamkeit aller Mitarbeiter der beteiligten Organisationen richtet sich gerade in den ersten 100 Tagen intensiv auf das Fusionsgeschehen. Einen guten Überblick zur Vielschichtigkeit dieser Zeitspanne bietet der „Point-of-View“ von Capgemini Consulting „The First 100 Days“ (link). Einen kritischen Erfolgsfaktor aus deren Betrachtung wollen wir hier besonders in Bezug setzen: Die strategische Intention sollte idealerweise im Merger-Prozess frühzeitig (Pre-Merger) auf den drei erwähnten Ebenen geklärt werden, um in der Post-Merger-Integration dauerhaft der Orientierung zu dienen.  (TB)